Melissa King - Choreografie ][ Regie

My Fair Lady

Bad Hersfelder Festspiele [2016]

Am Anfang der Geschichte steht eine Wette: der Sprachforscher Professor Higgins behauptet, er könne aus einem beliebigen Straßenmädchen eine feine Dame der Gesellschaft machen, ohne dass es irgendwem in der hochgestochenen Londoner High Society auffällt. Er brauche ihr nur ihren Dialekt abzugewöhnen und gepflegte Umgangsformen beizubringen. Sein Freund und Vertrauter Oberst Pickering wettet dagegen. Als Versuchsobjekt dient den beiden die Blumenverkäuferin Eliza Doolittle. Zwar misslingt ein erster Versuch, in feiner Gesellschaft zu bestehen gründlich. Beim Pferderennen in Ascot feuert Eliza die Reiter mit derart ordinären Sprüchen an, dass die umstehenden Damen beinahe in Ohnmacht fallen. Aber Higgins lässt sich so schnell nicht entmutigen. Am Ende gewinnt er die Wette, doch die neue Eliza kann in die alte Umgebung nicht wieder zurückkehren. Und auch Professor Higgins steht vor einem unerwarteten Problem. Das Undenkbare ist geschehen: Der Professor hat sich in ein Blumenmädchen verliebt.

Die Uraufführung von MY FAIR LADY fand 1956 in einer Produktion von Herman Levin unter der Regie von Moss Hart in New York statt.

Media

  • Musik Frederick Loewe
  • Buch / Gesangtexte Alan Jay Lerner
  • Übersetzung Robert Gilbert

Kreativteam

  • Christoph Wohlleben [Musikalische Leitung]
  • Cusch Jung [Regie]
  • Melissa King [Choreografie]
  • Karin Fritz [Bühne]
  • Ulrich Schneider [Licht]

Darsteller

  • Cusch Jung
  • Sandy Mölling
  • Gunther Emmerlich
  • Ilja Richter
  • Gertraut Jesserer
  • et al

Termine

  • 08.07.2016
  • 09.07.2016
  • 10.07.2016
  • 11.07.2016
  • 14.07.2016
  • 15.07.2016
  • 16.07.2016
  • 17.07.2016
  • 19.07.2016
  • 20.07.2016
  • 23.07.2016
  • 24.07.2016
  • 26.07.2016
  • 29.07.2016
  • 30.07.2016
  • 31.07.2016
  • 01.08.2016
  • 02.08.2016
  • 03.08.2016
  • 04.08.2016
  • 05.08.2016
  • 07.08.2016

Presse

"MY FAIR LADY": CHARAKTERSTUDIEN MIT HEITEREM ERNST

Treue Festspiel-Besucher werden zudem festgestellt haben, dass Melissa King zum wiederholten Mal eine außerordentlich einfallsreiche, mitreißend schwungvolle und bis in kleinste Kleinigkeiten ausgearbeitete Choreographie geschaffen hat. Grandioser Höhepunkt ist dabei Doolittles Hochzeitsszene "Bringt mich pünktlich zum Altar".

(HNA Kassel)

KLASSISCHE INSZENIERUNG MIT EINEM HERAUSRAGENDEN PROF. HIGGINS

Ein weiterer stilistischer Pluspunkt sind die Choreographien von Melissa King...„Wäre det nich wundascheen?“ und „Mit ’nem kleenen Stückchen Glück“ sind nur einige Beispiele, wo die schwungvollen, stimmigen Choreographien die Zuschauer zum Mitwippen einladen. Perfekt gelungen ist auch „Bringt mich pünktlich zum Altar“, wo die Stepptänzer zunächst im Publikum tanzen, um dann nach und nach auf die Bühne zurückzukehren. Das alles wirkt schon sehr ausgefeilt und wird zudem nahezu fehlerfrei von den Darstellern umgesetzt.

(Musicals Online)

MIT LIEBE ZUM DETAIL: FULMINANTE FESTSPIELPREMIERE VON "MY FAIR LADY"

Was für ein fulminanter Premierenabend. „Es grünt so grün…“ Unglaublich erfrischend kommt sie daher, Cusch Jungs Inszenierung des Musical-Klassikers „My Fair Lady“, der übrigens erstmals in der Stiftsruine gezeigt wird. Das altehrwürdige Gemäuer verwandelt sich in ein riesiges Atrium. Die feine Gesellschaft flaniert hocherhobenen Hauptes über den englischen Rasen. Man genießt die Sommerfrische, lauscht unter freiem Himmel dem Kurkonzert, besucht das Pferderennen in Ascot. Gelebter Standesdünkel. Auch 60 Jahre nach seiner Uraufführung hat der Evergreen kein bisschen seiner Strahlkraft verloren. Das Publikum erliegt von der ersten Szene an dem Charme von „My Fair Lady“.

Der altbekannte Stoff wirkt keinesfalls angestaubt, sondern taufrisch dank des grandios aufspielenden Ensembles. Hinzu gesellen sich Frederick Loewes unvergessliche Lieder und Melodien, die sowohl von den Darstellern als auch vom Orchester (Leitung: Christoph Wohlleben) mitreißend dargeboten werden. Ob „Wäre det nich wundeascheen“, „Mit 'nem kleenen Stückchen Glück“, „Es grünt so grün“ oder „Ich hätt' getanzt heut' Nacht“: unwillkürlich wippen die Fußspitzen der Festspielgänger im Takt. Einer der vielen musikalischen Höhepunkte, für den die Zuschauer langanhaltenden Szenenapplaus spenden, ist „Bringt mich pünktlich zum Altar“.

Es ist die Liebe zum Detail, die die Bad Hersfelder Inszenierung in die Sphäre eines wahren Augen- und Ohrenschmauses erhebt. Regisseur und Schauspieler Cusch Jung, Choreographin Melissa King, Karin Fritz (Bühne) und Ella Späte (Kostüme) trumpfen mit genialem Einfallsreichtum auf.

(Osthessen News)

SCHÖN GRÜNT ES IM GRÜNEN: "MY FAIR LADY" IN HERSFELD

Für die deutsche Version wurde damals von Robert Gilbert eigens eine Dialektfassung erstellt – und so darf Sandy Mölling in Hersfeld berlinern, was das Zeug hält. Gleich mit ihrem ersten Song »Wäre det nich wundascheen?« erobert die ehemalige No-Angels-Sängerin die Herzen des begeisterten Publikums im Sturm. Keck und selbstbewusst spielt sie auf, lässt sich von ihren gestandenen Bühnenpartnern nicht die Show stehlen und es in Spanien so herrlich ergrünen. Ohne Zweifel: Mölling ist das Zentrum der perfektionierten Inszenierung von Cusch Jung, der selbst noch routiniert die Zügel als Prof. Higgins in die Hand nimmt – ein erfahrener Musical-Fuchs eben. Gunther Emmerlich darf seine wohltönende Bassstimme nur einmal in dem Duett »Sie sind’s, der es geschafft hat« erklingen lassen, ansonsten setzt er sich als Oberst Pickering nur zu gern auskostend auf jede Pointe.
Abstauber der Aufführung ist allerdings Ilja Richter. Bei seinen zwei Müllkutscher-Nummern erhält er durch Melissa Kings originelle Choreografien mitreißende Unterstützung vom sanges- und tanzfreudigen Ensemble. Wenn sein Alfred P. Doolittle die Trinkkumpanen nach der Pause auffordert, »Bringt mich pünktlich zum Altar«, steppt ausgiebig der Bär – und die mitklatschenden Zuschauer lassen sich beim Szenenapplaus nicht lumpen.

(Gießener-Allgemeine)

GESELLSCHAFTSSATIRE AUF KUNSTRASEN

Auch in diesem Jahr schuf Melissa King fulminante, extrem detailgenaue Choreografien. Schade, dass es nur wenige große Tanzszenen gibt. Höhepunkt hier: Ilja Richter (mit viel Bühnenpräsenz, Stimmkraft und Komik) als Elizas abgerockter Vater Alfred P. Doolittle im Kreis seiner Kneipenkumpels mit „Bringt mich pünktlich zum Altar“. Auch die blasierte Society beim Pferderennen ist eine Schau – Ella Späte hat bei den Kostümen hübsch dick aufgetragen, der einen Dame einen Schwan, der anderen eine Art dreistöckige Gardinentroddel-Konstruktion auf den Hut gezaubert.

(HNA Kasse-Mitte)